Deutscher Gewerkschaftsbund

12.04.2016

Aufruf: Spenden für "Sozialklinik" in Athen

DGB NRW organisiert praktische Solidarität mit Griechenland - Die "Sozialklinik" in Athen unterstützen!

In Griechenland leidet die Bevölkerung: Neben vielen anderen Problemen müssen viele hunterttausend Menschen ohne ausreichende medizinische Hilfe leben. Ein Drittel der Bevölkerung hat keine Krankenversicherung mehr. Die Kindersterblichkeit steigt. Ein Mitgliedsstaat der Europäischen Union wird zum Krisengebiet. An vielen Orten versuchen Ärztinnen und Ärzte und andere ehrenamtlich Aktive das Elend zu lindern und organisieren medizinische Hilfe.

Seit 2013 stellt die "Solidaritätsklinik" mitten in Athen täglich eine grundlegende gesundheitliche Versorgung für alle bereit. Das Team um Dr. Conatantine Kokossis versorgte seit der Eröffnung mehr als 16.000 Menschen mit dringend erforderlichen Untersuchungen und Behandlungen. seit 2015 nehmen auch immer mehr Flüchtlinge die für sie kostenlose Hilfe in Anspruch.

F+r effektive Diagnosen fehlt der "Solidaritätsklinik" ein Labor, um zuverlässig Medikationen und Behandlungen durchzuführen. Der DGB NRW will hier Solidarität organisieren und die Einrichtung einer solchen Laboreinrichtung durch eine landesweite Spendenaktion unterstützen.

Auch wenn die lage in Griechenland nicht mehd die Schlagzeilen beherrscht: In Griechenland spielt sich eine humanitäre Katastrophe ab. Sie ist verursacht durch eine langjährige verfehlte griechische Politik; sie wurde verschärft durch eine völlig falsche europäische neoliberale Sparpolitik. Die von den deutschen Gewerkschaften getragene Initiative "Europa neu begründen" und die vom DGB initiierte Forderung nach einem "MArshallplan für Europa" unterstreichen die Notwendigkeit zu einem Politikwechsel.