Deutscher Gewerkschaftsbund

20.07.2018

Dürener Schlachthof - ein Vorzeigebetrieb?

Dürener BürerInnen fordern mehr Transparenz

Dürener Schlachthof

Foto (alle Rechte frei): Tobias Seifert / NGG

Engagierte Bürgerinnen haben sich im Dürener Forum Gute Nahrung zusammengeschlossen, um über unseren Umgang mit dem öffentlichen Gut Nahrung zu sprechen.

Wie kann gutes Wirtschaften, das sich am Gemein- und Tierwohl orientiert, gehen? Die wachstumsgetriebene, auf Konkurrenz, Ausbeutung und übermäßigen Ressourcenverbrauch aufbauende Wirtschaftsweise ruiniert unsere Lebensgrundlagen.

VertreterInnen aus den Gewerkschaften, Sozialverbänden und Initiativen des Tierschutzes richten nun einen Offenen Brief an den Landrat des Kreises Düren, um Prozesse auf den Weg zu bringen, die eine am Gemeinwohl orientierte Wirtschaftsweise sichern.

Der Brief bezieht sich insbesondere auf die aktuellen Vorgänge um den Dürener Schlachthof und greift die Aussage des Landrats kritisch auf, der Schlachthof hätte sich zu einem Vorzeigebetrieb entwickelt.

Die InitiatorInnen des Offenen Briefs fordern mehr Transparenz in Bezug auf den Dürener Schlachthof und möchten sich an der Entwicklung von Alternativen zur herrschenden Praxis in der Fleischindustrie beteiligen und neue Ideen beisteuern.

Nach Aussage der NGG Aachen wird in der Schlachtung zu oft auf Niedriglöhne gesetzt. Das ist auch ein Resultat des massiven Preiskampfes in der Branche. "Häufig werden Subunternehmer aus dem Ausland engagiert, die ihren Beschäftigten teils sogar den Mindestlohn vorenthalten", erklärt Hafke. Die NGG Aachen fordert deshalb verpflichtende Branchen-Stadards: "Nur wer eine Ausbildung hinter sich hat, sollte schlachten und Fleisch zerlegen dürfen. Und diese anstrengenden Jobs müssen auch vernünftig bezahlt werden."

Pdf: Offener Brief an Landrat Wolfgang Spelthahn
Pressemitteilung NGG Aachen