Deutscher Gewerkschaftsbund

02.05.2012

1. Mai in Aachen: Klarer Himmel und klare Worte am Tag der Arbeit in Aachen

Demozug auf dem Markt

Der Demozug trifft auf dem Markt ein (Foto: Karin Bernhardt)

Deutliche Worte gegen Fiskalpakt und Schuldenbremse fanden die RednerInnen auf der diesjährigen Mai-Bühne der Gewerkschaften am 1. Mai in Aachen. ‚Gute Arbeit für Europa’ lautete das Mai-Motto und war damit gleichzeitig auch Zeichen der Solidarität mit den Beschäftigten und den Gewerkschaften in Griechenland, Spanien, Portugal etc.

Sowohl der Regionsvorsitzende des DGB, Ralf Woelk, als auch die Mai-Rednerin Christine Behle vom verdi-Bundesvorstand wiesen darauf hin, dass es entfesselte Finanzmärkte waren, die eine Finanz- und Wirtschaftskrise ausgelöst haben. Infolgedessen mussten sich viele europäische Haushalte verschulden, um Bankenrettungspakete und Konjunkturprogramme aufzulegen. Die öffentlichen Schulden sind daher zu einem Großteil Ergebnis deregulierter Märkte ganz im Geiste neoliberaler Politik. Dass nun den Staaten vorgeworfen wird, man könne nicht mit Geld umgehen, und uns eingeredet werden soll, wir lebten über unsere Verhältnisse (O-Ton Merkel) stellt die wahren Verhältnisse auf den Kopf.

Statt nun mit Sparpaketen europaweit die Wirtschaft abzuwürgen brauchen wir Impulse für Wachstum und Beschäftigung. In Krisenzeiten brauchen die Staaten nun mal das Instrument der Staatsverschuldung, um die Wirtschaft wieder ans Laufen zu bekommen und darüber Steuereinnahmen zu erzielen, mit denen man dann perspektivisch auch wieder Schulden abbauen kann. So sind wir mit Konjunkturpaketen, Abwrackprämie und Kurzarbeitergeld schließlich auch erfolgreich aus der Krise gekommen.

Darin war man sich auf der Bühne unter den Gewerkschaftern einig. In eine ähnliche Richtung argumentierte auch der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, der als Gastredner in diesem Jahr zum 1. Mai eingeladen worden war. Insbesondere die Tatsache, dass die entscheidenden Verträge zwischen den Regierungschefs verabredet, und damit an den gewählten europäischen Strukturen vorbei entschieden wurden, beklagte er als Demokratiedefizit. Für eine erfolgreiche europäische Union müssen solche Demokratiedefizite abgebaut und die europäischen Strukturen, allen voran das Parlament, gestärkt werden.

Doch neben der ganzen Politik gab es auch reichlich Unterhaltung bei anschließenden Kulturprogramm mit der Aachener Ska-Band ‚Coconut Butts’ sowie der Kölsch-Rockband den ‚Schwarzen Schweinen’. Das ganze wie gewohnt garneirt mit vielen internationalen Spezialitäten und Informationen an den zahlreichen Ständen der Gewerkschaften und Aussteller. Bei gefühlten 30 Grad Außentemperatur blieb bei den über 1.000 Gästen somit an diesem 1. Mai kaum ein Wunsch offen.

Bierbike im Demozug

"Übernahmemobile" (Foto: Gerhardt Conen)

Im Demozug

Der Demozug auf dem Weg zum Markt (Foto: Karin Bernhardt)

Christine Behle

Christine Behle, ver.di Bundesvorstand (Foto: Karin Bernhardt)

Martin Schulz

Marin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments (Foto: Karin Bernhardt)

Gesprächsrunde

Martin Schulz, Prof. Dr. Emanuel Richter, Christine Behle, Ralf Woelk (v.l.n.r.) (Foto: Karin Bernhardt)

ZuörerInnen vor der Bühne

"Wichtig ist auf dem Platz!" (Foto: Karin Bernhardt)

Blauer Himmel und Sonnenschein

Blauer Himmel und Sonnenschein (Foto: Karin Bernhardt)

Kurdische Tänze

Kurdische Tänze (Foto: Karin Bernhardt)

Coconut Butts

Musik "Coconut Butts" (Foto: Karin Bernhardt)

Die Schwarzen Schweine

Musik "Die Schwarzen Schweine" (Foto: Karin Bernhardt)

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