Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 011/2015 - 20.05.2015

Aufwertung jetzt!

DGB-Kreisverband Düren unterstützt die Aufwertung der Sozial- und Erziehungsdienste

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Mitgliedsgewerkschaften unterstützen die Beschäftigten des kommunalen Sozial- und Erziehungsdienstes in ihren aktuellen Tarifauseinandersetzungen mit den öffentlichen Arbeitgebern um die Aufwertung ihrer Arbeit.

Es sind die Menschen in den Sozial- und Erziehungsdiensten, die mit hohem persönlichen Einsatz und großer Professionalität einen substanziellen Beitrag zu unserem Gemeinwesen leisten. Für die Beschäftigten haben sich die pädagogischen Anforderungen in den letzten Jahren deutlich erhöht. Gleichzeitig ist das Arbeitsumfeld komplizierter geworden.

Im krassen Gegensatz zu der verantwortungsvollen Tätigkeit steht die Bezahlung in den Sozial- und Erziehungsberufen. So liegt das Gehalt von Erzieher/innen und Sozialpädagog/innen aktuell beispielsweise auf dem Niveau  von 1991 – viele Kosten sind seitdem jedoch deutlich gestiegen.

Die erweiterten beruflichen Belastungen, die Verantwortung für das Kindeswohl und gestiegene Anforderungen bei der Ausbildung machen es erforderlich, in der aktuellen Tarifrunde zum kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst die Aufwertung zu erreichen. Durch eine verbesserte Eingruppierung muss eine angemessene Bezahlung der Beschäftigten ermöglicht werden. In sozialen Berufen sind überwiegend Frauen tätig. Die Anhebung der Eingruppierung ist also ein Schritt zur Entgeltgleichheit sowie ein Baustein zur weiter-
reichenden gesellschaftlichen Aufwertung.

Der DGB-Kreisverband Düren ruft die politisch Verantwortlichen in den Kommunen auf, sich für diese Aufwertung einzusetzen.

Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag verpflichtet, für mehr Entgeltgleichheit zu sorgen und die Arbeit in der Pflege, Betreuung und frühkindlicher Bildung aufzuwerten.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften fordern die Koalitionsparteien daher auf, die Forderungen der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst zu unterstützen und ihren Worten Taten folgen zu lassen.

„Gleichzeitig muss der Gesetzgeber auf Bundesebene, die finanzielle Ausstattung der Kommunen so gestalten, dass zukünftig sowohl die angemessene Bezahlung der kommunalen Beschäftigten möglich ist, als auch die öffentliche Daseinsvorsorge nicht weiterhin permanent unter der unzureichenden Finanzausstattung der Kommunen zu leiden hat“, erläutert der DGB-Kreisverbandsvorsitzende Heinz Peltzer.

Die Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten müssen ihre geforderte Anerkennung und Aufwertung ihrer Arbeit erhalten. Denn sie haben es verdient!


Nach oben