Deutscher Gewerkschaftsbund

24.02.2014

Mindestlohn-Kampagne im Kreis Heinsberg

Das Brillenputztuch soll für Durchblick sorgen

Di, 13. Jan. 2015
Heinsberger Zeitung /   Lokales / Seite 14

Der Deutsche Gewerkschaftsbund informiert bei Pendleraktion am Bahnhof in Geilenkirchen über den gesetzlichen Mindestlohn. DGB-Kreisvorsitzender Willi Klaßen und seine Mitstreiter verteilen binnen  zwei Stunden 350 Tüten.

Kreis Heinsberg. Mit einer Pendleraktion am Bahnhof in Geilenkirchen hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Montagnachmittag den seit Jahresbeginn in Deutschland geltenden gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro brutto pro Stunde in den Blickpunkt gerückt.

Nach Einschätzung des DGB wird es in den ersten Monaten entscheidend darum gehen, dass der Mindestlohn auch eingehalten und bezahlt wird. Die Gewerkschaften sehen sich dabei als Partner der Beschäftigten. Anfang des Jahres hat der DGB deshalb unterstützend eine Mindestlohn-Hotline (☏ 0391/4088003) eingerichtet, an die sich die Beschäftigten wenden können, wenn sie den Eindruck haben, dass ihnen der Mindestlohn vorenthalten wird. Diese zum Festnetztarif erreichbare Hotline ist bis zum 31. März geschaltet.

Auf den Mindestlohn als gewerkschaftlichen Erfolg und auf die Hotline als gewerkschaftlichen Service sollte mit der Aktion und mit dem   Informationsmaterial hingewiesen werden. Die Infos hatte der DGB in eine Tüte gepackt: zusammen mit einem Apfel und einem kleinen Stück Schokolade für den Genuss bei der Lektüre und mit einem Brillenputztuch „für den Durchblick“, wie DGB-Kreisvorsitzender Willi Klaßen anmerkte. Zusammen mit rund 15 Mitstreitern verteilte Klaßen das Informationsmaterial am späten Montagnachmittag in Geilenkirchen. Alle rund 350 Tüten waren binnen zwei Stunden verteilt. Die Reaktionen der Pendler seien sehr gut gewesen, berichtete Klaßen. Die meisten hätten die Aktion als gut empfunden und die Information als wichtig bezeichnet. Klaßen: „Wir haben jahrelang dafür   gekämpft, dass wir den Mindestlohn bekommen. Jetzt wollen wir die Menschen auch informieren, wie sie den Mindestlohn notfalls rechtlich durchsetzen können. Ich gehe aber davon aus, dass der größte Teil der Arbeitgeber sich der Vernunft und der Rechtslage beugen und mindestens 8,50 Euro zahlen wird, weil sie einsehen, dass es eine menschenwürdige Entlohnung geben muss. Nur ein kleiner Teil wird versuchen, das Ganze mit illegalen Mitteln zu umgehen. Und das muss verhindert werden.“

Infoveranstaltung am 4. Februar

Der DGB-Kreisverband Heinsberg will nach dieser Pendleraktion natürlich weitermachen und hat für Mittwoch, 4. Februar, 18 Uhr, im Sportpark Loherhof in Geilenkirchen eine Informationsveranstaltung zum Thema Mindestlohn mit Fachanwalt Markus Jentgens aus Stolberg geplant. (disch)

 


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