Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 008/2014 - 09.09.2014

DGB alarmiert über wachsende Renten-Ungerechtigkeit zwischen Männern und Frauen im Kreis Heinsberg

 

 

„Die aktuellen Zahlen bestätigen unsere Befürchtungen,“ so der DGB-Kreisverbandsvorsitzende Willi Klaßen zum neuen NRW-Rentenreport 2014. „Aber die Dimension insbesondere für unseren Kreis Heinsberg überrascht uns dennoch!“

Gemeint sind die deutlichen Unterschiede beim Rentenbezug zwischen Männern und Frauen. Letztere müssen im Schnitt mit 410 € monatlich auskommen und liegen damit nicht nur weit hinter ihren männlichen Zeitgenossen (rund 980 €/Monat). „Diese Daten spiegeln die besonderen Schwierigkeiten auf dem Heinsberger Arbeitsmarkt für Frauen wieder“, erklärt Thomas Hartmann als zuständiger Gewerkschaftssekretär beim DGB. „Die hohe Rate an Niedriglöhnen durch Minijobs oder an weiblicher Erwerbslosigkeit in unserem Kreis – ob durch familiäre Verpflichtungen oder erfolglose Jobsuche – drücken die Renten sogar unter Bundes- und Landesniveau!“

„Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr“, ergänzt DGB-Regionsgeschäftsführer Ralf Woelk. „Wir wundern uns schon lange über den offenbar ignorierten Zusammenhang zwischen schlecht bezahlter Arbeit und der wachsenden Altersarmut – insbesondere für Frauen!“

„Auch der jungen Generation blühen – trotz längerer Berufstätigkeit – absehbar deutlich niedrigere Rentenansprüche, die immer häufiger unter dem Niveau der Grundsicherung liegen werden“, stellt Thomas Hartmann weiter fest.

Neben einem grundsätzlichen Wandel der Rentenpolitik, die mehr auf eine nachhaltige Stabilisierung der Renten abzielen sollte und der konsequenten Durchsetzung des Mindestlohns sowie notwendige Lohnsteigerungen, will auch der DGB in Heinsberg das Thema Rente intensiv weiterbegleiten.

„Wir planen bereits eine große Informationsveranstaltung am 20. November diesen Jahres mit dem Schwerpunkt der Erwerbsminderungsrenten für Menschen, die durch Krankheit oder Unfälle nur noch eingeschränkt oder gar nicht für ihren Lebensunterhalt sorgen können“, wirbt Willi Klaßen als Heinsberger DGB-Chef und verspricht: „Da bleiben wir dran!“

 


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