Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 007/2018 - 28.09.2018

CDA und DGB im Kreis Heinsberg begrüßen die Mindestlohnkontrollen des Zolls

Mindestlohn

DGB

In der letzten bundesweiten Zollaktion wurde mit ca. 6000 Einsatzkräften die Einhaltung des Mindestlohns kontrolliert. Im Ergebnis wurden bei jedem zehnten der rund 4500 kontrollierten Unternehmen zum Teil schwerwiegende arbeitsrechtliche Verstöße festgestellt. In mehr als 3000 Fällen wurden weitergehende Prüfungen eingeleitet. Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) im Kreis Heinsberg begrüßen diese Aktion ausdrücklich.  

Der Vorsitzende der CDA im Kreis Heinsberg, Heino Hamel, sowie der DGB-Vorsitzende des Kreisverbandes Heinsberg, Willi Klaßen, sind sich in der Sache sehr einig. „Die Zollaktion war überfällig und macht ein echtes Problem deutlich!“ unterstreicht Klaßen und betont, „dass bei der zum Teil systematischen Ausbeutung von Beschäftigten – gerade im Niedriglohnbereich – viel zu lange von Seiten der Kontrollbehörden weggeschaut wurde!“

Die beiden Kreisvorsitzenden vom DGB und der CDA betonen, dass Missbräuche dieser Art auch im Kreis Heinsberg nicht auszuschließen sind. Die häufig vorgebrachte Kritik an den Dokumentationspflichten weist Hamel indes zurück: „Das sind alles vorgeschobene Argumente, um eine nicht gesetzeskonforme Entlohnung zu vertuschen“.

Willi Klaßen erinnert zudem daran, „dass die Gewerkschaften zu lange für die Einführung eines allgemeines Mindestlohns gekämpft hätten, als dass man jetzt dieses gesetzwidriges Verhalten ignorieren könnte“.

Im Übrigen kann es auch nicht im Sinne der redlich handelnden Unternehmen sein, wenn die gesetzlich vorgegebenen Lohnkosten wettbewerbswidrig unterschritten werden.

Beide Arbeitnehmervertreter hoffen, daß es auch in Zukunft weitere Schwerpunktkontrollen gibt, damit es für die Arbeitgeber nicht mehr attraktiv ist, den Mindestlohn zu umgehen.

Klaßen und Hamel fordern daher einhellig, dass von der guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland alle Beteiligten profitieren müssen, gerade auch die Kolleginnen und Kollegen in den unteren Lohnsektoren. Deswegen darf diese Aktion nicht die letzte sein. Der DGB und die CDA wollen dieses Thema demnach auch weiterhin auf der politischen Tagesordnung halten.

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) ist der Sozialflügel der CDU. Ihre Mitglieder engagieren sich vor allem auf Feldern der Sozialpolitik wie Arbeitsmarkt, Rente, Pflege und Gesundheit. Weitere Infos stehen im Internet auf Auch www.cda-bund.de.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ist der Dachverband der acht Einzelgewerkschaften. Darin werden die Interessen aller Arbeitnehmer/-innen innerhalb und außerhalb der Betriebe vor Ort vertreten.

Weitere Infos stehen im Internet auf www.dgb.de.

Kontakt:
DGB - Willi Klaßen (01578 – 1798389)
CDA - Heino Hamel (0151-15233555)