Deutscher Gewerkschaftsbund

1. September: Antikriegstag

Antikriegstag

DGB

Der Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen und damit des Beginns des Zweiten Weltkriegs wurde in Deutschland 1957 zum ersten Mal als Antikriegstag begangen. Am 1. September machen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften deutlich: die deutschen Gewerkschaften stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Für uns gilt: Nie wieder Krieg,

1. September 2016

Antikriegstag 2016

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus

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Antikriegstag

Aachener Friedenspreis

Unser Programm zum Antikriegsjahr 2016:

 

17:00 Uhr Kundgebung am Elisenbrunnen, Aachen
Redebeiträge: Kapitän Mathias Menge, SAR-Koordinator an Bord der Aquarius (SOS Mediterranée); Andrej Hunko (MdB)

18:00 Uhr Friedensdemonstration
mit Aixotic Sambistas vom Elisenbrunnen zur Aula Carolina

19:00 Uhr Preisverleihung in der Aula Carolina
Laudator: Georg Restle, Fernsehjournalist
Mutikalischer Rahmen: Da Musica

ab 21:00 Uhr
nach der Preisverleihung, gemeinsames Feiern in den Räumen der KHG

Rahmenprogramm

DGB

Rahmenprogramm

DGB

26.07.2016
Erklärung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Antikriegstag, 1. September 2016

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Antikriegstag 2016

DGB

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Mitgliedsgewerkschaften stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Mit dem Antikriegstag erinnern die Gewerkschaften an den Überfall auf Polen und den Beginn des zweiten Weltkriegs am 1. September 1939, mit seinen 60 Millionen Toten. Sie erinnern an Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Andersdenkende, die wegen einer menschenverachtenden und faschistischen Ideologie verfolgt und ermordet wurden.

"Die Würde des Menschen ist unantastbar" ist die unumstößliche Lehre aus Faschismus und Krieg. Sie ist Verpflichtung und deshalb in Artikel 1 des Grundgesetzes und in Artikel 1 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union verankert. Nur durch die Zusammenarbeit in der Europäischen Union und ihren Vorläuferorganisationen konnten in den letzten 71 Jahren Kriege und militärische Auseinandersetzungen zwischen den Mitgliedstaaten verhindert werden. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften stehen zur Europäischen Union und setzen sich gleichzeitig für die Achtung der Menschenrechte sowie für verbesserte ökonomische und gesellschaftliche Teilhabe ein.

Viele Millionen Menschen sind heute weltweit Opfer von Kriegen und Bürgerkriegen, von politischer, ethnischer und religiöser Verfolgung und suchen Schutz in anderen Regionen ihres Heimatlandes, in Nachbarländern oder auch in Industrieländern. Ihre Würde zu schützen ist uns Verpflichtung. Ihnen Schutz zu gewähren und Perspektiven zu eröffnen ist zugleich Herausforderung für die gesamte Gesellschaft. Bürgerinnen und Bürger und darunter viele Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter engagieren sich bis heute bei der Notversorgung, in den Aufnahmeeinrichtungen, bei der sprachlichen und beruflichen Integration. Dies ist Ausdruck einer gelebten solidarischen und demokratischen Gesellschaft.

Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, Gewalt gegen Flüchtlinge und Menschen, die sich für Flüchtlinge engagieren, sind Angriffe auf die freiheitlichen demokratischen Grundprinzioien der Bundesrepublik Deutschland. Sie sind Straftaten und müssen genauso wie die Morde der "NSU" konsequent strafrechtlich verfolgt werden.

Die Morde und Angriffe sind die Spitze eines Eisberges aus weit verbreiteter Menschenfeindlichkeit, Hass gegen Andersdenkende und Demokratiefeindlichkeit. Für den DGB und seine Gewerkschaften steht fest: Das REcht auf körperliche Unversehrtheit und auf Schutz vor Diskriminierung und Ausgrenzung gelten für alle, gleich ob mit oder ohne Migrations- oder Fluchterfahrungen. Wer diese Rechte einschränkt kann sich nicht auf die Meinungs- oder Glaubensfreiheit berufen.

Der DGB uns seine Mitgliedsgewerkschaften rufen am Antikriegstag 2016 auf, sich für die Achtung der Freiheit, für Demokratie und Gerechtigkeit einzusetzen.

Gemeinsam stehen wir auf für

  • ein Deutschland, das den europäischen Grundrechten verpflichtet und fest in der Europäischen Union verankert ist,
  • ein Land, in dem alle ohne Angst verschieden sein und sicher leben können,
  • eine Gesellschaft, in der Respekt und Würde sowie Gleichheit und Solidarität gelebt werden.

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19.08.2015

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Erklärung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Antikriegstag, 1. September 2015

Der Antikriegstag ist ein Tag des Erinnerns und des Mahnens: Am 1. September 1939 begann der 2. Weltkrieg mit dem Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen. Wir gedenken der euroaweit 60 Millionen Toten des Vernichtungskrieges. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften machen zum Antikriegstag deutlich: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Doch bis heute ist die Welt für viele weiterhin kein sicherer Ort. Nie gab es seit dem ende des Zweiten Weltkrieges weltweit mehr Flüchtlinge. Politische, ethnische und religiöse Konflikte, Krieg und Bürgerkrieg, Armut und Ausbeutung zwingen die Menschen zur Flucht. Die internationale Staatenemeinschaft muss sich entschiedener dafür einsetzen, dass Auseinandersetzungen nicht mit Waffengewalt ausgetragen und in der Folge hunanitäre Katastrophen verursacht werden. Freiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit können dauerhaft Frieden schaffen. Nur so wird sich auch der Westen vor internationalem Terrorismus schützen können.

Unsere Geschichte verpflichtet uns zu entschiedenem Widerstand gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfreindlichkeit. Wir sind bestürzt und beschämt darüber, wie sehr Flüchtlinge in Deutschland mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit begegnet wird. Wir verurteilen zutiefst die abstoßenden Angriffe auf Menschen, die vor Verfolgung und Terror Zuflucht bei uns suchen. Rechtsextremisten sind dabei vielfach Drahtzieher. Auch um ein klares Zeichen gegen diese menchenverachtenden Umtriebe zu setzten, brauchen wir endlich ein Verbot der NPD und aller neofaschistischen und rechtsextremen Gruppen.

Die Würde jedes Menschen ist und bleibt unantastbar. Die Grundrechte, so wie sie in der EU-Grundrechtscharta verbürgt sind, gelten für alle Menschen innerhalb Europas. Diejeniegen, die vor Terrorismus und Krieg nach Europa fliegen, haben ein REcht auf Asyl. Die Europäische Union muss denjenigen helfen, die auf der Flucht über das Mittelmeer in Lebensgefahr geraten. Die Flüchtlinge brauchen eine menschenwürdige Aufnahme und Perspektiven auf soziale und wirtschaftliche Integration in Europa. Es ist beschämend, wie Euroa darüber feilscht, welcher Mitgliedsstaat wie viele Flüchtlinge aufnimmt. Nationalismen und Ressentiments haben in Europa keinen Platz. Europa darf nicht seine eigenen Werte verraten!

Ohne Rückbesinnung auf diese Werte und die Stärken eines solidarischen Europas droht der zoziale Frieden in Euroa zu zerbröckeln. Wie groß diese Gefahr ist, erleben wir längst nicht mehr nur in Griechenland. Um einen Flächenbrand zu verhindern, muss Europa das europäische Sozialmodell stärken - überall. Dazu gehören dringend der entschlossene Kampf gegen Armut, die Schaffung sozialer Sicherheit, von Teilhabegerechtigkeit und Chancengleichheit. Deshalb fordern wir ein klares Bekenntnis zum europäischen Friedensprojekt, zur europäischen Einheit und zur Sicherung der sozialen Demokratie.

 

Verantwortlich: DGB Bundesvorstand, Berlin

 

 

Unser Programm am 1. September 2015 zum Antikriegstag

 

17:00 Uhr DGB-Antikriegstag am Elisenbrunnen

18:00 Uhr Friedensdemonstration vom Elisenbrunnen zur Aula Carolina

19:00 Uhr Preisverleihung des Aachener Friedenspreises in der Aula Carolina

ab 21:00 Uhr Gemeinsames Feiern in den Räumen der KHG

 


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Aachener Friedenspreis

Aachener Friedenspreis

Aachener Friedenspreis e.V.

Im Jahr 1988 wurde in Aachen aus den Reihen der Friedensbewegung der ‚Aachener Friedenspreis e.V.’ gegründet. Vorrangiges Ziel des Vereins ist es, Menschen oder Organisationen zu würdigen, die von "unten her" dazu beitragen, der Verständigung der Völker und der Menschen untereinander zu dienen sowie Feindbilder ab- und Vertrauen aufzubauen. Der DGB ist seit Gründung des Vereins im Jahre 1988 Mitglied und beteiligt sich aktiv im Vorstand. Seit Bestehen des Aachener Friedenspreises werden am 1. September der Antikriegstag sowie die Verleihung des Aachener Friedenspreises in Kooperation durchgeführt. Die Vorstellung der Preisträger erfolgt alljährlich im Rahmen einer Pressekonferenz am Jahrestag der Befreiung vom Faschismus, dem 8. Mai. Weitere Informationen finden Sie hier.