Deutscher Gewerkschaftsbund

08.05.2020

Gedanken zum Muttertag

Muttertag

DGB Region NRW Süd-West

In den letzten Wochen wird vielfach von Frauen als den Corona-Verliererinnen berichtet. Was heißt das? In systemrelevanten Berufen arbeiten häufig Frauen – unterbezahlt und unter schlechten Arbeitsbedingungen. Mütter übernehmen die Hauptlast  von Kinderbetreuung und Haushalt. Das Home Office und Homeschooling in den wenigsten Fällen zusammenpasst, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Insofern ist verständlich, dass seit Beginn der Corona-Pandemie Frauen häufiger ihre Arbeitszeit reduzieren mussten. In Talkshows und Kommentaren wird vielfach vor Retraditionalisierung, dem Ruckbezug auf alte Rollenmuster gewarnt. Vielfach wird auf die negativen Folgen für Frauen hingewiesen.

Die Corona-Pandemie hat das Potential die Geschlechterungleichheit auf dem Arbeitsmarkt zu verstärken, weil Frauen ihre Arbeitszeit längerfristig reduzieren müssen oder weil ihr Kurzarbeitergeld seltener aufgestockt wird oder weil ihr Anteil in besonders stark betroffenen Branchen, wie dem Gastgewerbe hoch ist.

Aber ist das wirklich alternativlos? Brauchen wir nicht einen anderen Blick auf die gegenwärtigen Geschehnisse?

Frauen sind nicht die Verliererinnen der Corona-Pandamie. Das System, in dem sie tagtäglich agieren müssen, mit all seinen strukturellen Ungerechtigkeiten – dieses System hat verloren!

Die Corona-Pandemie legt Ungerechtigkeiten offen. Niemand kann sie mehr übersehen, niemand kann sie mehr klein reden. Die Corona-Pandemie hat nicht nur das Potential Geschlechterungleichheit zu verstärken, sie hat auch das Potential die Empörung zu steigern, eine Empörung, die zu einem Aufbegehren, einem sich Einmischen und letztlich zur Veränderung führt. 

Viele Mütter stehen derzeit unter erheblichem psychischen Druck, sie sind vielfach am Ende ihrer Kräfte. Aber muss ein Aufbegehren allein von der Gruppe der Betroffenen ausgehen? Nein! Heute ist der Tag, an dem jeder und jede von uns darüber nachdenken kann sich dem Aufbegehren anzuschließen und für eine gerechte Aufteilung von Erwerbs-, Sorge-, und Hausarbeit zu kämpfen und sich für eine Aufwertung der vielen frauendominierten einzusetzen. Denn die Arbeit von Frauen und Müttern ist MEHR WERT!

Wie wir bei der Pflege schon gelernt haben, ist Applaus nicht alles. Also nutzt diesen Tag, um mit euren Müttern, Ehefrauen und Lebenspartnerinnen über eine gerechtere Aufgabenverteilung zu sprechen.

Danke an meine und alle anderen Mütter dieser Welt. Seid mutig und kämpft für eure Rechte. Eure Töchter, Söhne und Lebensparter*innen unterstützen euch dabei!

 

 


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