Deutscher Gewerkschaftsbund

23.06.2020
Gemeinsame Pressemitteilung von Arbeitsagentur Aachen-Düren, IHK-Aachen, HWK-Aachen und DGB Region NRW Süd-West:

Auch in schwierigeren Zeiten Zukunft gestalten - Partner am regionalen Arbeitsmarkt gemeinsam für Ausbildung

Nr. 32/2020; 19.06.2020

Vertreter*innen von Arbeitsagentur Aachen-Düren, Industrie und Handelskammer Aachen, Handwerkskammer Aachen, und dem Deutschen Gewerkschaftsbund rufen gemeinsam dazu auf, den Abschluss von Ausbildungsverträgen für das startende Ausbildungsjahr nicht länger aufzuschieben. Gemeinsames Ziel ist es, alle Anstrengungen zu unternehmen, damit möglichst viele Betriebe und Jugendliche für den Ausbildungsstart in 2020 zueinander finden und Ausbildungsabbrüche vermieden werden.

Ulrich Käser – Arbeitsagentur Aachen-Düren:

„Auch in 2020 sollten möglichst viele junge Menschen die Chance erhalten, eine Ausbildung beginnen zu können. Insbesondere auch in dieser schwierigen, durch die Corona-Krise bestimmten Zeit, sind wir gut erreichbar und stehen sowohl den Unternehmen als auch den Jugendlichen mit unseren Beratungs- und Unterstützungsleistungen zur Seite. Die aktuellen Zahlen machen deutlich, dass Arbeitgeber in unserer Region stark verunsichert sind und sich zum Teil deutlich später als sonst entscheiden.

Ausbildungsbetriebe sprechen wir weiterhin verstärkt persönlich an und beraten zur Begründung und Stabilisierung von Ausbildungsverhältnissen. Für die Schülerinnen und Schüler der Region setzen wir in diesem Jahr noch intensiver auf digitale Angebote. Hier gibt es online u. a. mit „Check U“ ein nützliches Selbsterkundungstool“.

Deutscher Gewerkschaftsbund Region NRW Süd-West - Herr Ralf Woelk:

„Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt gibt Anlass zu großer Sorge. Derzeit verzeichnen wir fast ein Viertel weniger Ausbildungsverträge im Vergleich zum Vorjahr. Sollte es uns in den nächsten Wochen nicht gelingen, diese Lücke zu schließen, droht ein relevanter Teil der diesjährigen Schulabgänger*innen „durch’s Rost“ zu fallen. Dazu ist eine nachhaltige Delle bei der regionalen Fachkräfteversorgung zu befürchten. Insofern ist es in beidseitigem Interesse, wenn alle Beteiligten – Jugendliche und Betriebe – in den kommenden Wochen noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um noch Ausbildungsverträge abzuschließen. Die Akteure der Ausbildungsallianz in der Region bieten dafür in den kommenden Wochen zahlreiche Hilfsangebote und Unterstützung an.“

Industrie- und Handelskammer Aachen - Frau Heike Borchers:

„Die Corona-Pandemie hat gravierende Folgen – auch für den Ausbildungsmarkt. Viele Ausbildungsverträge sind noch nicht geschlossen worden. Zahlreiche Arbeitgeber zögern. Ihnen empfiehlt die IHK Aachen, aktiv zu werden: Wer heute nicht handelt, dem fehlen morgen Fachkräfte. Für Betriebe ist jetzt der richtige Zeitpunkt, auf junge Frauen und Männer zuzugehen, ehe diese zu Mitbewerbern oder ins Studium abwandern. Berufseinsteiger wiederum können sich darauf verlassen, dass auch in diesem Jahr eine gute und zielgerichtete Ausbildung möglich ist. Der duale Berufsabschluss bietet ihnen nach wie vor beste Zukunftsaussichten. Wer einen Ausbildungsplatz sucht, wird mit der Lehrstellenbörse und dem Lehrstellenatlas auf der Internetseite der IHK Aachen optimal unterstützt.“

Handwerkskammer Aachen - Herr Georg Stoffels:

„Trotz Corona-Krise haben viele unserer Handwerksbetriebe eine gute Auftragslage und auch die Friseurinnen und Friseure arbeiten inzwischen wieder auf Hochtouren. Trotzdem sind aktuell noch viele Lehrstellen im Handwerk unbesetzt, obwohl gerade jetzt Betriebe händeringend ambitionierte Schulabgänger/innen suchen, die sich für eine betriebliche Ausbildung entscheiden. Damit haben Jugendliche die Option, Geselle/in, Meister/in und neuerdings auch Bachelor Professional zu werden. Sollten junge Bewerber/innen sich jetzt also noch unschlüssig sein, kann ein Blick in die Lehrstellenbörse der Kammern manchmal neue Horizonte eröffnen. Die Bildungslosten und Lehrstellenvermittler der Handwerkskammern Aachen helfen, den richtigen Beruf unter 130 Handwerken und passenden Ausbildungsbetrieb zu finden. Ermutigend kann man wohl auch sagen, dass das Handwerk die Krise bislang gut gemeistert hat und Corona kein Hinderungsgrund für einen Ausbildungsvertrag sein sollte“.

„Jede/r Jugendliche ohne Ausbildung und jeder unbesetzte Ausbildungsplatz steht für eine fehlende Fachkraft“


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