Deutscher Gewerkschaftsbund

25.11.2019

Stolperstein-Verlegung in Geilenkirchen

Die vorerst letzte große Verlegung von Stolpersteinen in Geilenkirchen

Das Gedenken endet nicht

Am 13.11.2019 wurden in Geilenkirchen neun Stolpersteine für Angehörige jüdischer Familien aus Geilenkirchen verlegt, die unter der Herrschaft der Nationalsozialisten vertrieben, deportiert und ermordet worden sind.  Wer glaubte, dass bei einer der letzten Verlegungen das Interesse gesunken sein könnte, sah sich getäuscht. Über 100 Schüler und Geilenkirchener folgten der Einladung der Initiative Erinnern Geilenkirchen.

An den Verlegestellen für die Angehörigen der Familien Gottschalk, Horn, Meier und Baum stellten Schüler aller weiterführenden Schulen die Menschen vor, denen gedacht wurde. Aber nicht nur Namen und Daten fanden sich in den Beiträgen, sondern auch politische Statements, Poetry Slam-Vorträge, Gedichte und Nachrichten von Hinterbliebenen. Kristina Schilling, politisch aktive Schülerin der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule mahnte: „Mit dem Aufstieg der Rechtspopulisten und Rechtsextremisten wiederholen sich sprachliche Muster der Geschichte, stehen wir auf, dass sich nicht auch die Taten wiederholen.“

Die Schüler der Realschule und des Gymnasiums verliehen ihrem Gedenken Ausdruck, als sie eindrucksvoll Erfahrungen mit Zeitzeugen und deren Angehörigen schilderten und deutlich machten, wie wichtig der Austausch und das Erinnern für unsere Gegenwart und Zukunft seien. Der würdige Abschluss der Gedenkveranstaltung wurde von den beiden Berufskollegs der Stadt organisiert, die durch Gesang, Poetry Slam und mehrsprachige Grüße ein Zeichen setzten, dem sich die versammelte Menge gerne anschloss.

Die gesamte Veranstaltung wurde durch den Sprecher der Initiative, Hans Bruckschen, begleitet, der durch die Verlegung führte und sich gemeinsam mit dem Vorsitzenden des DGB Verbandes Heinsberg, Willi Klaßen, dafür aussprach, klar Stellung zu beziehen und die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Nur ein breites gesellschaftliches Bündnis aus Zivilgesellschaft, Vereinen, Gewerkschaften und Demokraten könne dafür sorgen, dass unser Land demokratisch und frei bleibe.

Willi Klaßen attestierte in seinem Grußwort anlässlich der DGB-Patenschaft für einen Stolperstein, dass die anwesenden, jungen Leute Grund zur Freude seien und deutlich machten, dass wir uns selbstbewusst dem Rechtspopulismus stellen könnten.

Das Ende der Veranstaltung wurde durch die Bläserklasse des St.Ursula Gymnasiums unter Leitung von Herrn Jansen untermalt, die traditionell während der gesamten Verlegung die musikalische Begleitung übernahmen.

Optional:

Auf die Frage nach dem vorläufigen Ende der Verlegungen antworte Hans Bruckschen in seiner Funktion als Sprecher, dass die Geilenkirchener sicher sein könnten, dass die Initiative ihre Bestrebungen fortsetze durch politische Veranstaltungen, Pogromnachtsgedenken und die Bewahrung der jüdischen Geschichte in Geilenkirchen.

 

Autor: Herr H. Bruckschen

 


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