Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 004/2019 - 19.02.2019
Veranstaltungsankündigung

Rosa Luxemburg und Clara Zetkin – Freundinnnen und Anführerinnen der sozialistischen Frauenbewegung

Szenische Lesung am Internationaler Frauentag im Gewerkschaftshaus

Frauentag 2019

DGB Region NRW Süd-West

Vor 100 Jahren konnten Frauen erstmals wählen gehen und selbst gewählt werden. 300 Frauen stellten sich zur Wahl der Deutschen Nationalversammlung auf. Die Wahlbeteiligung unter den Frauen lag bei 80%. Nur durch starke, engagierte Frauen konnte diese und die vielen weiteren Errungenschaften der Frauenbewegung erreicht werden.

Am 26. Mai 2019 wird in Deutschland das Europäische Parlament gewählt. „Zum Internationalen Frauentag werben die Frauen im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) für ein soziales und gerechtes Europa. Die Gleichstellung von Frauen und Männern gehört von Anfang an zu den Grundwerten der Europäischen Union (EU). Sie trägt maßgeblich dazu bei, dass in den Mitgliedstaaten die Benachteiligung von Frauen abgebaut, ihre Gesundheit geschützt und ihr Recht auf Selbstbestimmung gestärkt wird“, erläutert Ann-Katrin Steibert, zuständig für Frauen-und Gleichstellungspolitik in der DGB-Region NRW Süd-West.

Die Gewerkschaften der Region zeigen anlässlich des Internationalen Frauentags eine szenische Lesung, die das Leben und Wirken von zwei Frauen thematisiert, die auch heute noch vielen Frauen als Inspirationsquelle dienen.

Clara Zetkin, die den Internationalen Frauentag begründete und Rosa Luxemburg, eine einflussreiche Vertreterin der europäischen Arbeiterbewegung, deren 100. Todestag am 15. Januar diesen Jahres begangen wurde.

Thema der szenischen Lesung ist die politisch und persönlich bewegte Freundschaft von Rosa Luxemburg und Clara Zetkin. Sowohl das Verbindende, das in den letzten Lebensjahren Luxemburgs immer stärker wurde, wie das konsequente Reden und Schreiben gegen den Krieg und den Nationalismus der deutschen Sozialdemokratie als auch die Streitpunkte z. B. Frauenfragen betreffend, sind für uns von Interesse. Die persönlichen Lebensentwürfe beider Frauen, die recht unkonventionell waren und zum Teil ihre Freundschaft auch auf die Probe gestellt haben (Rosa Luxemburgs Liebesaffäre mit Kostja Zetkin), werden ebenso wichtig sein.

Eine Freundschaft, die gelebt wurde in einer explosiven Zeit, die den Ersten Weltkrieg wie auch Revolutionen einschloss, politisch und dennoch sehr persönlich war, kann für uns heute eine Wanderung durch Orte, Zeiten, Politik und Geschichte sein. Auch jetzt, 100 Jahre später, berührt die innige und produktive Freundschaft der beiden Frauen, bewegen ihre Worte und Werke, persönlich und zeitgeschichtlich.

Die beiden Schauspielerinnen Katrin Mattila und Alina Rohde werden Auszüge aus Original-Dokumenten und Dialoge innerhalb der Lesung darstellen, die von Martina Mann in Szene gesetzt wird.

Rosa Luxemburg und Clara Zetkin – Freundinnnen und Anführerinnen der sozialistischen Frauenbewegung
Wir zeigen: "...1000 Grüße von Zelle zu Zelle" – Eine szenische Lesung
08.03.2019, 19:00 bis 21:30 Uhr
DGB Haus, Dennewartstr. 17, 52068 Aachen

Anmeldungen bis 04. März 2019 bei Jasmin Werner: 0241 94671-22 oder jasmin.werner@dgb.de